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Presseberichte
16.11.2011, 13:30 Uhr
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Tauziehen um das neue Landesmuseum
Augsburg ist draußen, Regensburg klarer Favorit. Und schon wieder zeichnet sich beim Rennen um das neue bayerische Landesmuseum Ärger ab. Von Uli Bachmeier (Augsburger Allgemeine).
Ingolstadt, Kempten, Landshut, Passau und Würzburg dürfen vielleicht noch ein bisschen hoffen. Das ist der aktuelle Stand im Rennen um das neue bayerische Landesmuseum. Doch kaum ist das heikle Thema von der Ebene der Experten wieder auf die Ebene der Politik gewandert, zeichnet sich Ärger ab.

Nun regt sich Widerspruch

Den Auslöser lieferte Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer. Er hat, obwohl die Empfehlung der Expertenkommission vom Haus der Bayerischen Geschichte eigentlich noch geheim bleiben sollte, vergangene Woche in Regensburg ziemlich klar zu erkennen gegeben, dass die altehrwürdige Reichsstadt an der Donau die besten Karten hat. Scheibchenweise kam daraufhin an die Öffentlichkeit, dass die Historiker sich offenbar so eindeutig für Regensburg ausgesprochen haben, dass es der Staatsregierung kaum mehr möglich sein wird, das prestigeträchtige Projekt in eine andere Stadt zu geben. Nun regt sich Widerspruch.

Prominenteste Kritikerin ist Landtagspräsidentin und CSU-Vize Barbara Stamm. Sie hatte sich große Hoffnungen für ihre Heimatstadt Würzburg gemacht und sieht sich jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. „So, wie das gelaufen ist, gehe ich davon aus, dass die Entscheidung gefallen ist“, sagt Stamm und fügt hinzu: „Ich bin von anderen Spielregeln ausgegangen, entweder hat es die nie gegeben oder sie sind ad acta gelegt worden.“

Verhaltene Kritik kommt auch aus Schwaben. Der frühere Landwirtschaftsminister Josef Miller, Sprecher der schwäbischen CSU-Abgeordneten im Landtag, betont: „Eine Jury kann letzten Endes nur eine Empfehlung abgeben.“ Die Entscheidung, so fordert er, müsse von der Politik getroffen werden. Miller setzt auf die Solidarität der Schwaben und versucht, im Landtag eine breite Unterstützung für Kempten zu organisieren. Die Stadt hat es nach dem Urteil der Historiker als einzige schwäbische Bewerberin in den engeren Kreis möglicher Standorte geschafft. „Wir sprechen uns für Kempten aus und wir glauben, dafür gute Gründe zu haben“, sagt Miller.

"Es ist noch nichts entschieden"

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hält die Aufregung für unbegründet. Er versichert: „Die Entscheidung trifft die Politik und nicht ein Expertengremium.“ Zugleich nimmt er Seehofer ausdrücklich gegen Kritik in Schutz: „Der Ministerpräsident hat nur gesagt, dass Regensburg gut im Rennen liegt und das ist objektiv so. Es gibt aber selbstverständlich auch andere Bewerber, die weiter eine gute Chance haben.“ Und auch Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) betont auf Anfrage: „Es ist noch nichts entschieden.“

Um die verzwickte Situation zu lösen, soll nach Informationen unserer Zeitung jetzt auch noch eine politische Kommission gebildet werden – paritätisch besetzt mit Vertretern der Regierungspartner CSU und FDP. Sie sollen das Votum der Historiker prüfen, für eine Einbindung der Landtagsfraktionen von CSU und FDP in den Entscheidungsprozess sorgen, Vor- und Nachteile der möglichen Standorte abwägen und die Entscheidung im Kabinett vorbereiten.

Das erste Treffen hätte angeblich bereits am Mittwoch stattfinden sollen, kam aber nicht zustande. Der nächste Termin ist, so heißt es, der kommende Montag.
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