Presseberichte
14.06.2011, 13:31 Uhr
Monika Hohlmeier spricht in Niederrieden über Griechenland, Mittelstand und EHEC
Niederrieden (Günter Walcz). «Wir brauchen Europa, weil Deutschland Export-Weltmeister ist und wir unseren Wohlstand nur darüber halten können». Das war eine der Kernaussagen von Monika Hohlmeier, die als CSU-Abgeordnete Mitglied des konservativen Flügels im Europäischen Parlament ist.
Die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß und ehemalige Kultusministerin war Hauptrednerin des Europatages, der gestern in der Niederriedener Festhalle stattfand.
Eingeleitet wurde die 21. Kundgebung dieser Art mit einem Gottesdienst, zelebriert von Abt Paulus Weigele aus Ottobeuren und Ortspfarrer Josef Nowak. Die musikalische Umrahmung der Gesamt-Veranstaltung oblag dem Musikverein Boos. Bürgermeister Michael Büchler führte durch das Programm, in dessen Rahmen Staatsminister a. D. Josef Miller, stellvertretende Landrätin Heidi Zacher sowie Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl Grußworte sprachen.
Miller befasste sich kritisch mit der Finanzsituation in Griechenland und mit dem Gottesbezug, der leider nicht in allen europäischen Ländern verankert sei. Zacher setzte sich dafür ein, dass der europäische Gedanke in den Schulen besser vermittelt werde. Sie sah die jungen Menschen als «die Zukunft Europas».
Luft zum Atmen lassen
Pohl setzte sich kritisch mit Europa auseinander. Die Abgeordneten in Brüssel dürften den Menschen in den Mitgliedsstaaten nicht die Luft zum Atmen nehmen. Bezüglich der Energiepolitik mahnte Pohl europaweite Richtlinien an.
Monika Hohlmeier, seit 2009 im Europäischen Parlament, sprach zu den Themen Landwirtschaft, Finanzkrise in Griechenland, Förderung des europäischen Mittelstandes und Ernährungspolitik. So kritisierte sie beispielsweise Schweden und England, die überhaupt kein Geld für die Erhaltung einer funktionierenden Landwirtschaft ausgeben wollten. Damit würden sie einer Industrialisierung der Agrarwirtschaft Vorschub leisten. «Wer sich aber nicht um die Eigenversorgung kümmert, vergeht sich am eigenen Volk», so Hohlmeier.
Im Zusammenhang mit der EHEC-Epidemie plädierte sie für kürzere Informationswege und eine gerechte Entschädigung der Gemüsebauern.
Für die Verschuldungskrise in Griechenland machte Hohlmeier die grün-rote Bundesregierung mitverantwortlich. Schon 2003 habe festgestanden, dass Griechenland überschuldet sei. Weil Kanzler Schröder aber selber Haushaltsprobleme gehabt habe, hätte er zusammen mit Frankreich das griechische Problem unter den Tisch gekehrt. «Wir zahlen heute dafür, dass die damalige Regierung der Liederlichkeit in Griechenland Vorschub geleistet hat», so Hohlmeier.
Kaufverhalten überdenken
In vielen Ländern - und dazu gehöre auch Griechenland - gäbe es keine mittelständischen Unternehmen. Diese müssten aufgebaut werden und dazu brauche man auch ein duales Ausbildungssystem, wie es in Deutschland erfolgreich praktiziert werde. In Sachen Ernährungspolitik sei es wichtig, dass die Deutschen ihr Kaufverhalten überdenken. Sie müssten qualitätsbewusster werden: «Nur dann bieten die Erzeuger auch entsprechende Ware an.»
«Wir brauchen Europa. Auch wenn wir uns manchmal darüber ärgern» so Hohlmeier abschließend. «Mir sind zehn überflüssige Richtlinien lieber als jemals wieder Krieg in Europa.» Die 27 Mitgliedsländer hätten zwar alle ihre Macken, «aber sie stehen friedlich zusammen.» (Memminger Zeitung, all-in.de,
Eingeleitet wurde die 21. Kundgebung dieser Art mit einem Gottesdienst, zelebriert von Abt Paulus Weigele aus Ottobeuren und Ortspfarrer Josef Nowak. Die musikalische Umrahmung der Gesamt-Veranstaltung oblag dem Musikverein Boos. Bürgermeister Michael Büchler führte durch das Programm, in dessen Rahmen Staatsminister a. D. Josef Miller, stellvertretende Landrätin Heidi Zacher sowie Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl Grußworte sprachen.
Miller befasste sich kritisch mit der Finanzsituation in Griechenland und mit dem Gottesbezug, der leider nicht in allen europäischen Ländern verankert sei. Zacher setzte sich dafür ein, dass der europäische Gedanke in den Schulen besser vermittelt werde. Sie sah die jungen Menschen als «die Zukunft Europas».
Luft zum Atmen lassen
Pohl setzte sich kritisch mit Europa auseinander. Die Abgeordneten in Brüssel dürften den Menschen in den Mitgliedsstaaten nicht die Luft zum Atmen nehmen. Bezüglich der Energiepolitik mahnte Pohl europaweite Richtlinien an.
Monika Hohlmeier, seit 2009 im Europäischen Parlament, sprach zu den Themen Landwirtschaft, Finanzkrise in Griechenland, Förderung des europäischen Mittelstandes und Ernährungspolitik. So kritisierte sie beispielsweise Schweden und England, die überhaupt kein Geld für die Erhaltung einer funktionierenden Landwirtschaft ausgeben wollten. Damit würden sie einer Industrialisierung der Agrarwirtschaft Vorschub leisten. «Wer sich aber nicht um die Eigenversorgung kümmert, vergeht sich am eigenen Volk», so Hohlmeier.
Im Zusammenhang mit der EHEC-Epidemie plädierte sie für kürzere Informationswege und eine gerechte Entschädigung der Gemüsebauern.
Für die Verschuldungskrise in Griechenland machte Hohlmeier die grün-rote Bundesregierung mitverantwortlich. Schon 2003 habe festgestanden, dass Griechenland überschuldet sei. Weil Kanzler Schröder aber selber Haushaltsprobleme gehabt habe, hätte er zusammen mit Frankreich das griechische Problem unter den Tisch gekehrt. «Wir zahlen heute dafür, dass die damalige Regierung der Liederlichkeit in Griechenland Vorschub geleistet hat», so Hohlmeier.
Kaufverhalten überdenken
In vielen Ländern - und dazu gehöre auch Griechenland - gäbe es keine mittelständischen Unternehmen. Diese müssten aufgebaut werden und dazu brauche man auch ein duales Ausbildungssystem, wie es in Deutschland erfolgreich praktiziert werde. In Sachen Ernährungspolitik sei es wichtig, dass die Deutschen ihr Kaufverhalten überdenken. Sie müssten qualitätsbewusster werden: «Nur dann bieten die Erzeuger auch entsprechende Ware an.»
«Wir brauchen Europa. Auch wenn wir uns manchmal darüber ärgern» so Hohlmeier abschließend. «Mir sind zehn überflüssige Richtlinien lieber als jemals wieder Krieg in Europa.» Die 27 Mitgliedsländer hätten zwar alle ihre Macken, «aber sie stehen friedlich zusammen.» (Memminger Zeitung, all-in.de,
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