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Presseberichte
06.12.2010, 13:34 Uhr | Referenten sprechen in Westerheim von guter Ausgangsposition und Erholung
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Milchmarkt im Aufwärtstrend
«Landwirtschaft fasst wieder Tritt» war der 8. Unterallgäuer Agrartag überschrieben, der gestern mit mehr als 300 Besuchern - darunter Landrat Hans-Joachim Weirather und der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Miller - in Westerheim stattgefunden hat. Mit Blick auf den Milchpreis sprach Mitorganisator und Geschäftsführer der Raiffeisen-Ware Unterallgäu Willi Schalk von einem «historischen Preistief» in den vergangenen zwei Jahren. Heuer seien die Erzeugerpreise wieder gestiegen, was Schalk als eine «gute Ausgangsposition» für das Jahr 2011 wertete. Auch Dr. Klaus Hein vom Genossenschaftsverband Bayern, Abteilung Milch, sprach in seinem Vortrag «Herausforderung von Molkereigenossenschaften in schwankenden Märkten» von einer «Erholung vom Krisenjahr 2008».
Referenten sprechen in Westerheim von guter Ausgangsposition und Erholung - Hein prognostizierte, dass der Wettbewerb in der Milchwirtschaft weiter steigen werde. Er verwies auf ausländische Anbieter, die Deutschland vermehrt unter Druck setzen würden. Mit 82 Millionen Einwohnern sei die Bundesrepublik ein guter Markt, «den sich die Wettbewerber nicht entgehen lassen wollen», sagte er. Dabei gehe es vor allem darum, höherwertige Produkte zu etablieren. Und je schwächer die eigene Milchwirtschaft ist, desto schwieriger sei es, den Eintritt derartiger Unternehmen zu verhindern.

Bis zum Jahr 2020 könnte sich die Milchabnahmemenge laut Voraussagen um bis zu elf Prozent verringern, sagte Hein. «Wir müssen uns dem demografischen Wandel stellen und auf weniger Konsumenten und eine andere Altersstruktur reagieren.

»Er appellierte daran, den Willen zur Veränderung aufzubringen. Den «schnellsten und einfachsten Weg», sich den verschärften Wettbewerbsbedingungen zu stellen, sieht der Referent in der Einbindung der Genossenschaftsmitglieder. Eine offene und klare Kommunikation sei ein Stück des Erfolgs und festige die Identifikation der Bauern mit ihrer «eigenen Molkerei», wie er es nannte.

Chancen und Risiken im Unterallgäu

Er sei kein studierter Wissenschaftler, sondern «bloß ein Unterallgäuer Bauern-Bub», sagte Gerhard Miller, Kreisobmann im Bayerischen Bauernverband (BBV) Unterallgäu. Nichtsdestotrotz habe auch er sich seine Gedanken zu den Chancen und Risiken der Landwirtschaft im Unterallgäu gemacht.

Als «hervorragend» bezeichnete Miller unter anderem die Infrastruktur rund um die Landwirtschaft. Einrichtungen wie BBV, zwei Maschinenringe, Zuchtverbände und Landwirtschaftsamt könne man erst dann richtig würdigen, wenn man weiß, dass es Landwirte andernorts sehr viel schlechter haben. Als ein Risiko sieht Miller die «momentan nicht ganz klare Zukunft». Milch, Biogas oder beides? Diese Frage beschäftige die Bauern und oft erfordere es Mut, sich für einen Schritt zu entscheiden. Er sprach eine mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung und bei Behörden an, wenn es etwa um den Neubau von Biogasanlagen geht. «Das wird ein immer intensiveres Problem.» Trotz allem sei das Unterallgäu eine «Gunst- und Gewinnregion», so Miller. Zum Abschluss wünschte er seinen Kollegen «frohe Weihnachten und einen anhaltend hohen Milchpreis».

Die frostigen Zeiten auf dem Milchmarkt scheinen vorbei zu sein. Das wurde beim 8. Unterallgäuer Agrartag in Westerheim deutlich. (Text: Sabrina Müller, Memmiger Zeitung)
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