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Presseberichte
06.07.2010, 13:41 Uhr
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Die Kehrseite der Kuppeln
Benediktiner - Im Dachstuhl der Ottobeurer Basilika zeigt sich, mit welchen Problemen es Statiker und Handwerker zu tun haben.
© Simone Schaupp Basilika Ottobeuren
Manchmal fährt Frater Tobias von der Benediktinerabtei in Ottobeuren mit dem Außen-Fahrstuhl, den sonst die Handwerker nutzen, in rund 40 Meter Höhe, um die schöne Aussicht zu genießen; manchmal schaut er, was sich bei der Sanierung des Dachstuhls getan hat. Noch immer ist ein Teil des Klosters eingerüstet. Nach wie vor laufen die Arbeiten. Der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Miller hat sich gestern Nachmittag in luftiger Höhe ein Bild vom Baufortschritt in und an der Basilika gemacht.

Mit dem Fahrstuhl geht es vorbei an großen Kupferregenrinnen, die rötlich in der Sonne glänzen, und an «Schwachstellen in der Wand», wie Frater Tobias die deutlich sichtbaren Risse der Außenfassade nennt. Der Frater ist seit über 20 Jahren der Baufachmann der Abtei, «mit ganzem Herzen bei der Sache», wie es Abt Paulus Maria Weigele formuliert. Die Abtei sei nicht nur ein Objekt, sagt Frater Tobias. «Wir verbringen unser Leben hinter diesen Mauern», fügt er hinzu. Deshalb sei er sehr dankbar für die große finanzielle Unterstützung durch den Freistaat.

«Sie ist eine der schönsten Kirchen ganz Deutschlands», sagt Miller, während das Rattern des Fahrstuhls verstummt. Oben angekommen, geht es über eine Holzbodenkonstruktion ins Innere unter das Dach der Kirche. Der Staub von gesägtem Holz hängt in der Luft; am Boden häufen sich die Späne. Sofort fällt der Blick auf eine riesige, aus Stein gemauerte Erhebung - die Engelskuppel von oben betrachtet. Sie und die anderen zwei Kuppeln der Basilika sind mittlerweile mit Holzstahlträgern statisch gesichert. Wie berichtet, war der über 200 Jahre alte Dachstuhl - eine Holzkonstruktion als Stütze - zu weich geworden für das zu tragende Gewicht. Die Folge: Die Seitenwände sind bis zu 14 Zentimeter auseinandergedriftet. «Die Gerüstbauer haben zunächst gedacht, sie hätten ihr Gerüst schief aufgebaut», sagt Bauleiter Rupert Lohr vom Staatlichen Bauamt Kempten mit Blick auf das schiefe Gebäude.

Spengler und Maurer am Werk

95 Prozent der Zimmermannsarbeiten im Dachstuhl sind laut Lohr abgeschlossen. Jetzt sind Spengler, Dachdecker und Maurer am Werk. Ein «hervorragender Ziegelschnitt» soll für ein dichtes Dach sorgen, sagt Cornelia Bodenstab, Baudirektorin beim Staatlichen Bauamt. Wenn alles fertig ist, kommt das provisorische Holz-Schutzdach wieder weg. Und dann geht es auch Lohr wieder besser, denn bei manchem Sturm seit Januar 2009 habe er «einige unruhige Nächte» hinter sich gebracht. Im Hinterkopf immer die bange Frage, ob am nächsten Morgen noch alles am rechten Fleck ist.

Kirchen wie die in Ottobeuren könnte man heute nicht mehr bauen, sagt Miller. Sie wären zu teuer. «Deshalb ist es unser Auftrag, die, die wir haben, für nachfolgende Generationen zu erhalten.» (Text: Sabrina Müller).
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