Presseberichte
24.04.2010, 13:42 Uhr
Ein Prosit auf die Nachbarn!
Mindelheim So schön kann Politik sein, und am Ende haben sogar die Arbeiter was davon: Bayern und Baden-Württemberg hatten vor Jahren um 100 Liter Wein gewettet, wer zuerst seinen Abschnitt der A96 fertiggestellt haben wird. Das Rennen machte der Freistaat. Und so kamen 100 Liter badischen Rot- und Weißweins über die Landesgrenze.
Die Spielernaturen waren der Bayer Peter Gauweiler und Alfons Maurer aus Baden-Württemberg, beide Innenstaatssekretäre in den 80er-Jahren. Maurer ist zwischenzeitlich zwar verstorben und um Peter Gauweiler ist es merklich still geworden. Die Wettschuld hatte das Nachbarland gleichwohl vor Monaten bereits eingelöst.
Das hätte es sein können, war es aber nicht. Der Landtagsabgeordnete Josef Miller aus Memmingen regte an, den vergorenen Traubensaft zu einer gemeinsamen Feier aller Mitarbeiter von Autobahnmeisterei und Retttungskräften wie Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Johanniter zu nutzen. Und genau so kam es jetzt in der Autobahnmeisterei in Mindelheim. Weil zu einem ordentlichen Tropfen auch die entsprechende Unterlage gehört, war auch ein Buffet vorbereitet worden.
Später stieß sogar noch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hinzu. Gut gelaunt meinte der CSU-Politiker, der Wein sei in jahrelangem Kampf hart erarbeitet worden. „Wir in Bayern hatten nie einen Zweifel, dass wir schneller als Baden-Württemberg sein werden“, meinte er. Gekommen zu der Feier, die in einer der Hallen der Autobahnmeisterei stattfand, waren auch Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen.
Alle Mitarbeiter der bayerischen Straßenbauverwaltung seien die Gewinner, sagte der Minister, der als Unterfranke eine besondere Nähe zum Wein hat. Bayern habe sich umgekehrt aber auch spendabel gezeigt und sich mit 100 Litern Münchner Bier revanchiert. Landrat Hans-Joachim Weirather rief die Anwesenden zu reichlichem Genuss auf. Sonst bestehe die Gefahr, dass die guten Tropfen vom Leiter der Autobahndirektion Südbayern, Paul Lichtenwald, einem „unbestimmten Zweck“ zugeführt würden. Joachim Herrmann hatte sichtlich Freude an seinem Abstecher. Er setzte sich mitten unter die Leute und zeigte wenig Neigung, schon wieder zum nächsten Termin aufzubrechen. (jsto)
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Mindelheim/Lokalnachrichten/Artikel,-Ein-Prosit-auf-die-Nachbarn-_arid,2125657_regid,2_puid,2_pageid,4501.html
Das hätte es sein können, war es aber nicht. Der Landtagsabgeordnete Josef Miller aus Memmingen regte an, den vergorenen Traubensaft zu einer gemeinsamen Feier aller Mitarbeiter von Autobahnmeisterei und Retttungskräften wie Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Johanniter zu nutzen. Und genau so kam es jetzt in der Autobahnmeisterei in Mindelheim. Weil zu einem ordentlichen Tropfen auch die entsprechende Unterlage gehört, war auch ein Buffet vorbereitet worden.
Später stieß sogar noch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hinzu. Gut gelaunt meinte der CSU-Politiker, der Wein sei in jahrelangem Kampf hart erarbeitet worden. „Wir in Bayern hatten nie einen Zweifel, dass wir schneller als Baden-Württemberg sein werden“, meinte er. Gekommen zu der Feier, die in einer der Hallen der Autobahnmeisterei stattfand, waren auch Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen.
Alle Mitarbeiter der bayerischen Straßenbauverwaltung seien die Gewinner, sagte der Minister, der als Unterfranke eine besondere Nähe zum Wein hat. Bayern habe sich umgekehrt aber auch spendabel gezeigt und sich mit 100 Litern Münchner Bier revanchiert. Landrat Hans-Joachim Weirather rief die Anwesenden zu reichlichem Genuss auf. Sonst bestehe die Gefahr, dass die guten Tropfen vom Leiter der Autobahndirektion Südbayern, Paul Lichtenwald, einem „unbestimmten Zweck“ zugeführt würden. Joachim Herrmann hatte sichtlich Freude an seinem Abstecher. Er setzte sich mitten unter die Leute und zeigte wenig Neigung, schon wieder zum nächsten Termin aufzubrechen. (jsto)
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Mindelheim/Lokalnachrichten/Artikel,-Ein-Prosit-auf-die-Nachbarn-_arid,2125657_regid,2_puid,2_pageid,4501.html
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