Presseberichte
28.02.2010, 13:43 Uhr
«Wir müssen umdenken»
Misereor - Rund 300 Besucher kommen zur Eröffnungsveranstaltung der Fastenaktion
Der vietnamesische Bischof Paul Bùi Van Doc zeigt auf eine Landkarte. «Das ist Vietnam, dort komme ich her.» In gebrochenem Deutsch fährt er fort: «Meine Muttersprache ist Vietnamesisch, aber das verstehen Sie leider nicht.»
Der vietnamesische Bischof Paul Bùi Van Doc zeigt auf eine Landkarte. «Das ist Vietnam, dort komme ich her.» In gebrochenem Deutsch fährt er fort: «Meine Muttersprache ist Vietnamesisch, aber das verstehen Sie leider nicht.»
Das Publikum lacht. Etwa 300 Leute sind an diesem Samstag zur Eröffnungsfeier der Misereor-Fastenaktion für das gesamte Bistum Augsburg in die Memminger Pfarrei Mariä Himmelfahrt gekommen (siehe auch Infokasten). Veranstaltet wird die Feier von den katholischen Verbänden in der Diözese Augsburg, dem Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), dem Referat der Diözese Augsburg und der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) sowie der Pfarrei Mariä Himmelfahrt.
«Heute ist ein großer Tag in unserem Pfarrzentrum», begrüßt Stadtpfarrer Johann Mair die Besucher. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger betont: «Es ist für uns ein besonderes Ereignis, dass diese Aktion in diesem Jahr in Memmingen startet. » CSU-Landtagsabgeordneter Josef Miller geht in seiner Rede auf das diesjährige Motto der Fastenaktion «Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können» ein. «Es muss unser Ziel sein, Gottes Schöpfung zu bewahren und andere Menschen im Blickfeld zu haben, damit sich die Klimakatastrophe, die sich derzeit abzeichnet, nicht verschlimmert.»
Währende einige Besucher durch die Räume des Pfarrzentrums schlendern, Reissacktaschen und Ketten aus gepresstem Altpapier begutachten und Mitmachangebote nutzen, erzählt Bischof Van Doc in einem Vortrag von seinem Heimatland, seiner Diözese My Tho und dem drohenden Klimawandel. Er spricht Englisch - eine Dolmetscherin übersetzt. «Vietnam ist ein sehr kleines Land. Meine Diözese liegt im Delta des Flusses Mekong, der jährlich weite Landstriche überflutet. Dadurch werden zunehmend unsere Lebensgrundlagen geschädigt.» Die Folgen des dortigen Klimawandels präsentiert Van Doc anschließend am Misereor-Stand auf dem «Markt der Möglichkeiten». 24 Stände von Gruppen und Organisationen präsentieren dort ihre Arbeit.
Unter ihnen sind auch die Missionsschwestern Claudiana und Maria Regina. «Es ist sehr schön hier», schwärmt Schwester Claudiana. Auf einem kleinen Rundgang erkunden beide ihre Nachbarstände. Im Obergeschoss angekommen, staunen sie über Spielzeugautos aus Sonnenkollektoren, die mithilfe des Lichts einer Taschenlampe fahren, und über einen Treibhausgas-Versuch mit Backpulver und Essigessenz.
Im Untergeschoss ist Kaffeerösten angesagt: Nachdem 47 grüne Kaffeebohnen in einem kleinen Topf geröstet und kalt gemahlen wurden, können die Schwestern ihren Kaffee aus eigener Herstellung probieren. «Sehr gut», sind sich beide einig. Dann gehts zum Gottesdienst. «Wir sind dankbar, dass wir heute bei Euch sein dürfen», sagt Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker. BDKJ-Präses Ludwig Waldmüller predigt anschließend von einem Perspektivwechsel: «Wir müssen umdenken, denn nur so können wir Gottes Schöpfung bewahren.»
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/memmingen/Memmingen-lok1-misereor;art2758,730206
«Heute ist ein großer Tag in unserem Pfarrzentrum», begrüßt Stadtpfarrer Johann Mair die Besucher. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger betont: «Es ist für uns ein besonderes Ereignis, dass diese Aktion in diesem Jahr in Memmingen startet. » CSU-Landtagsabgeordneter Josef Miller geht in seiner Rede auf das diesjährige Motto der Fastenaktion «Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können» ein. «Es muss unser Ziel sein, Gottes Schöpfung zu bewahren und andere Menschen im Blickfeld zu haben, damit sich die Klimakatastrophe, die sich derzeit abzeichnet, nicht verschlimmert.»
Währende einige Besucher durch die Räume des Pfarrzentrums schlendern, Reissacktaschen und Ketten aus gepresstem Altpapier begutachten und Mitmachangebote nutzen, erzählt Bischof Van Doc in einem Vortrag von seinem Heimatland, seiner Diözese My Tho und dem drohenden Klimawandel. Er spricht Englisch - eine Dolmetscherin übersetzt. «Vietnam ist ein sehr kleines Land. Meine Diözese liegt im Delta des Flusses Mekong, der jährlich weite Landstriche überflutet. Dadurch werden zunehmend unsere Lebensgrundlagen geschädigt.» Die Folgen des dortigen Klimawandels präsentiert Van Doc anschließend am Misereor-Stand auf dem «Markt der Möglichkeiten». 24 Stände von Gruppen und Organisationen präsentieren dort ihre Arbeit.
Unter ihnen sind auch die Missionsschwestern Claudiana und Maria Regina. «Es ist sehr schön hier», schwärmt Schwester Claudiana. Auf einem kleinen Rundgang erkunden beide ihre Nachbarstände. Im Obergeschoss angekommen, staunen sie über Spielzeugautos aus Sonnenkollektoren, die mithilfe des Lichts einer Taschenlampe fahren, und über einen Treibhausgas-Versuch mit Backpulver und Essigessenz.
Im Untergeschoss ist Kaffeerösten angesagt: Nachdem 47 grüne Kaffeebohnen in einem kleinen Topf geröstet und kalt gemahlen wurden, können die Schwestern ihren Kaffee aus eigener Herstellung probieren. «Sehr gut», sind sich beide einig. Dann gehts zum Gottesdienst. «Wir sind dankbar, dass wir heute bei Euch sein dürfen», sagt Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker. BDKJ-Präses Ludwig Waldmüller predigt anschließend von einem Perspektivwechsel: «Wir müssen umdenken, denn nur so können wir Gottes Schöpfung bewahren.»
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/memmingen/Memmingen-lok1-misereor;art2758,730206
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