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Presseberichte
09.01.2010, 13:44 Uhr
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Mehr Kontrolle im Wald
Dietershofen „Eine Lehre“ werde ihm der Besuch im Wald zwischen Dietershofen und Maerxle sein. Dies betonte der CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Landwirtschaftsminister Josef Miller, als er am Freitag die Schneise sah, die Arbeiter anlässlich des Ausbaus der Ortsverbindungsstraße in den Wald geschlagen hatten (wir berichteten).
© ALFA Mehr Kontrolle im Wald
Doch nicht nur darum ging es den Dietershofer Bürgern, die Miller zu einer Waldbegehung eingeladen hatten. Auch an anderen Stellen wurden in ihren Augen grundlos Bäume gefällt. So führte Dietmar Bernhart, Sprecher der Dorfgemeinschaft, die Abordnung zu einer zwei Kilometer langen Strecke, die abgeholzt wurde, weil dort ein Wirtschaftsweg errichtet werden sollte; außerdem zu einer 50 mal 60 Meter großen Fläche, die als Wildtrasse dienen soll.

Diese Maßnahmen verwunderten selbst Wolfgang Haugg, Leiter des für diesen Teil des Staatswaldes verantwortlichen Forstbetriebs in Ottobeuren. Der zuständige Förster habe diese Maßnahmen nicht mit ihm abgesprochen, kritisierte er. So sei das Gelände für einen Wirtschaftsweg untauglich. Auch die Wildtrasse habe er nicht angeordnet. „Prinzipiell muss es aber möglich sein, Wildtrassen zu schaffen“, so Haugg. Eine solche Trasse erleichtere nämlich die Jagd.

Zwar sind in Hauggs Augen die ökologischen Auswirkungen der Kahlschläge nicht gravierend. Trotzdem dürfe der zuständige Revierleiter solche Maßnahmen nicht ohne Rücksprache anordnen: „Wir werden das intern klären“, versprach er. Günther Fuchs, Bürgermeister von Oberschönegg, merkte an: „Schade, dass der Verantwortliche nicht hier ist.“ So hätten er und auch einige Bürger gerne die Begründung des Revierleiters für die Rodungen erfahren. Laut Haugg ist der Förster jedoch derzeit krankgeschrieben.

Dass für den Straßenausbau ein 30 Meter breiter Streifen kahl geschlagen wurde, nahm Haugg hingegen auf seine Kappe: „Das Landratsamt hat das mit mir abgesprochen.“ Miller kritisierte die Maßnahme mit den Worten: „Hier könnte man meinen, dass nicht die Straße um einen halben Meter verbreitert wird, sondern eine Autobahn entstehen soll.“ Haugg hingegen rechtfertigte das Vorgehen: Der Sicherheitsabstand zur Straße sei nötig. „Wenn ein Baum umfällt und es passiert etwas, bin ich haftbar“, machte er deutlich.

In Zukunft Situation vor Ort kontrollieren

Jedoch räumte er ein, dass es vielleicht eine schonendere Lösung gegeben hätte: „Ich habe dem Landratsamt grünes Licht zu dem Kahlschlag gegeben, ohne mir die Situation vor Ort anzuschauen.“ Der Forstbetriebsleiter versprach, dass so etwas nicht wieder vorkomme.

Ein weiterer Kritikpunkt, den Bernhart im Namen der Dorfgemeinschaft hervorbrachte, war, dass im Wald zu viel Totholz liegen bleibe, das nicht verwertet werden dürfe. „Wir lassen dieses Holz gezielt liegen“, entgegnete Haugg. Es biete etwa Lebensraum für Insekten oder Pilzbewuchs. Jedoch versprach er, er werde im Sommer eine Waldbegehung anbieten, bei der über solche Themen diskutiert werden könne. „Schließlich begrüße ich es, dass die Dietershofer sich mit ihrem Wald so verbunden fühlen.“ Dieses Engagement beeindruckte auch Miller, der nun Überlegungen anstellt, in Dietershofen einen Ortsverband der Schutzgemeinschaft Wald zu gründen (siehe Infokasten).

Zwar waren auch die Dietershofer mit dem Zuspruch, den sie bei der Veranstaltung ernteten, zufrieden, jedoch merkte Bernhart kritisch an: „Auf meine Frage, was in Zukunft getan wird, dass so etwas nicht mehr passiert, habe ich keine befriedigende Antwort erhalten.“ Deshalb kündigte er an: „Wir werden weiterhin ein Auge auf unseren Wald haben.“

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Artikel,-Mehr-Kontrolle-im-Wald-_arid,2041153_regid,2_puid,2_pageid,4288.html
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