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Aktuelles
25.02.2025
„Horst Köhler war ein großer Menschenfreund“
Josef Miller hat den verstorbenen Bundespräsidenten oft in Schwaben begleitet
Memmingen/Berlin. Ab 2004 hatte ich fünf Jahre lang die große Freude, Bundespräsident Horst Köhler bei seinen Aufenthalten in Bayerisch-Schwaben begleiten zu dürfen. Ich erlebte dabei eine sympathische, offene und an wirklich allem interessierte Persönlichkeit, für die immer sein Gegenüber, sein Mitmensch im Mittelpunkt stand.

Wer ihm in unserer Heimat begegnete, war von ihm beeindruckt. Denn sein Denken und Handeln war vor allem von einer Eigenschaft geprägt: Von seiner tiefen, stets spürbaren Mitmenschlichkeit!

Auf ein Feierabendbier im Flugzeughangar

Als ich mit ihm einmal an einem Sonntagabend bei Dunkelheit in seinem Dienstwagen auf das Gelände des Fliegerhorstes Penzing fuhr, auf dem sein Flugzeug nach Berlin stand, brannte in einer Lagerhalle noch Licht. In ihr waren drei Soldaten der Bundeswehr damit beschäftigt, ein Transportflugzeug zu beladen.

Neugierig auf den hohen Besuch kamen sie aufs Flugfeld, in ihren Händen eine Flasche Weißbier, ein Weißbierglas und einen Öffner. Mit einem Lächeln im Gesicht erklärten sie dem Bundespräsidenten, sie wollten ihm gerne das Weißbier schenken, damit er es nach seinem langen Arbeitstag auf dem Heimflug genießen könne.

Daraufhin ließ Horst Köhler im Cockpit nachfragen, ob wegen der Nachtflug-Regelung in Berlin noch genügend Zeit bis zum Rückflug bleibe. Der Pilot bejahte das, worüber sich Horst Köhler offensichtlich freute. Er schaute die drei Männer an und sagte: „Wenn ihr wollt, komme ich zu Euch ins Büro, dann trinken wir das Bier gemeinsam.“

Diese konnten das nicht so recht glauben und fragten deshalb vorsichtshalber noch einmal nach: „Sie wollen zu uns reinkommen?“ „Selbstverständlich“, sagte Horst Köhler und genoss mit ihnen ein gemeinsames Feierabendbier.

Großes Herz für Menschen mit Behinderung

Besonders am Herzen lagen Bundespräsident Köhler Menschen mit Behinderung. Auch, weil er und seine Frau aus eigener Erfahrung mit ihrer Tochter, die an einer seltenen Krankheit leidet, wussten, wie sehr diese auf Hilfe und Zuwendung angewiesen sind.

Deshalb widmete er sich bei allen Besuchen immer besonders den Menschen mit Behinderung. Wenn er einen Rollstuhl sah, ging er auf die Person im Rollstuhl zu, unterhielt sich mit ihr lächelnd und mit aufmunternden Bemerkungen und dankte der Begleitung für die aufopferungsvolle Betreuung. So zum Beispiel bei der Eröffnung der Bundesgartenschau in München.

Um die medizinische Forschung und Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen zu verbessern, gründeten Horst Köhler und seine Frau bereits im Jahr 2006 die bis heute aktive „Eva Luise und Horst Köhler Stiftung“: www.elhks.de

Bundespräsident Köhler beeindruckte durch seine Menschlichkeit

Das sind nur einige meiner zahlreichen Erinnerungen an Bundespräsident Horst Köhler. Er war eine Persönlichkeit, der nicht nur mich, sondern alle Bürgerinnen und Bürger durch seine Menschlichkeit tief beeindruckte.  

24.02.2025
Synagoge Fellheim als Schulort für Mittelschulen
Pressegespräch mit Staatsminister a.D. Josef Miller

Von Josef Miller:

Finanzierung ermöglicht – Gemeinde nicht über Gebühr belastet

Der Gemeinderat in Fellheim hat mit dem Rückbau und der denkmalgerechten Restaurierung der Ehemaligen Synagoge Mut und Weitsicht bewiesen. Um die finanzielle Belastung der Gemeinde in Grenzen zu halten, habe ich angeboten, die Beschaffung von öffentlichen Finanzmitteln zu übernehmen. Ich wollte eine Diskussion in der Gemeinde verhindern, dass für die Ehemalige Synagoge Geld ausgegeben wird, das der Gemeinde dann für die notwendigen Aufgaben der Bürger fehlt. Mich beeindruckt, wie die Gemeinde zur Synagoge steht und stolz darauf ist. Fellheim ist der einzige Standort mit einem erhalten gebliebenen Synagogengebäude im Allgäu.

Mir geht ein Gespräch mit dem französischen Landwirtschaftsminister Hervé Gaymont in Paris nicht mehr aus dem Sinn. Er fragte mich beim Mittagessen: „War Ihr Vater im Krieg, wo war er, gab es in der Familie im Ersten und im Zweiten Weltkrieg Gefallene?“ Weiter fragte er: „Haben Sie Kinder?“ Nach meinen Antworten stellte er bedächtig die Frage: „Können Sie sich vorstellen, dass unsere Kinder noch einmal aufeinander schießen?“ Meine Antwort: „Eigentlich nicht.“ Darauf erwiderte er: Dann machen wir eine bessere Politik als unsere Väter und Großväter. Aber mit zunehmendem Abstand von den damaligen Gräueltaten nimmt die Gefahr zu, dass sie sich wiederholen, und dass wir dafür gerüstet sein müssen.“

Demokratie bewahren

Wo kann die Verteidigung der Menschenwürde besser und eindringlicher vermittelt werden als in jüdischen Gedenkstätten. Die Würde des Menschen ist unantastbar – das ist die Antwort in unserer Verfassung auf die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Wissen aus der Vergangenheit schützt vor Fehlern in der Zukunft. Wir sind nicht verantwortlich für das was war, aber dafür, dass es sich nicht wiederholt. Diese Aussage ist mir sehr wichtig. Wir alle möchten eine menschenfreundliche Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie. Diese zu bewahren ist eine immerwährende Aufgabe.
Ich zitiere hier meinen Nachfolger Klaus Holetschek: „Die Ehemalige Synagoge hier in Fellheim ist ein lebendiges Mahnmal gegen das Vergessen. Sie erinnert uns an die Vergangenheit, mahnt uns in der Gegenwart und ermutigt uns, für eine Zukunft einzutreten, die von Toleranz, Respekt und Menschlichkeit geprägt ist. Gerade der Besuch von Schülerinnen und Schülern aus der Region ist ein wichtiger Beitrag und steht für gelebte Erinnerungskultur, die ich als Memminger Landtagsabgeordneter auch in Zukunft - etwa über den Förderkreis - weiter nachdrücklich unterstütze werde!“

10 Schulen nutzen künftig das Angebot der ehemaligen Synagoge als Lernort
Die Ehemalige Synagoge wird bislang hauptsächlich von Gymnasien aus der Region besucht. Eine Einbindung von Mittelschulen gab es bisher kaum. Vor kurzem habe ich mich deshalb mit Fellheims Bürgermeister Reinhold Schaupp und dem Memminger Landtagsabgeordneten und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, abgesprochen, dass ich gezielt zu den Leiterinnen und Leiter der Mittelschulen Kontakt aufnehme, um ihnen das Vorhaben „Lernort Ehemalige Synagoge Fellheim“ zu erläutern und dafür zu werben, dass es von ihren Schulen in Anspruch genommen wird. Alle haben sich in diesem Gespräch dazu bereit erklärt.

Den Anfang hat schon die ehemalige Leiterin der Lindenschule, Frau Schmid-Benecke gemacht. Eine Klasse der Lindenschule hat bereits mit ihr die Ehemalige Synagoge in Fellheim besucht und den Besuch als sehr gut bewertet. Es freut mich sehr, dass es mir gelungen ist, dass jetzt mit zehn Pilotschulen begonnen werden kann. Mir geht es darum, dass die Lehrer mit ihren Schülern mindestens einmal in ihrer Schulzeit zum „Lernort Ehemalige Synagoge“ nach Fellheim fahren und sich dieses Vorhaben als nachhaltig erweist. Der Förderkreis „Ehemalige Synagoge“ übernimmt unter der Leitung von Andreas Schraut die Führungen.


Transport der Schüler nach und von Fellheim gesichert

Eigentlich sollte zum Schülertransport die Eröffnung der Eisenbahnhaltestelle in Fellheim abgewartet werden. Das ist mir zu ungewiss und dauert zu lange. Ich habe deshalb nach Lösungen gesucht und sie gefunden. Der Inhaber der Firma Angele, Herr Petermann, gewährt einen Sondertarif für die Beförderung. Von Schulleiterin Monika Seybold gibt es eine Zusage für die Übernahme der halben Buskosten durch das „Netzwerk SCHULWIRT-SCHAFT Memmingen/ westl. Unterallgäu“. Die Lindenschule hat die Linienbusverbindung in Anspruch genommen.

Interessen von Schulklassen an einem Besuch der Synagoge in Fellheim mit Information, Film und Führung durch den Ort.

Mittelschule 87727 Babenhausen
Sebastian-Kneipp-Mittelschule 87730 Bad Grönenbach
Mittelschule, 87746 Erkheim
Mittelschule 87764 Legau,
Mittelschule 87733 Markt Rettenbach
Mittelschule 87766 Memmingerberg
Mittelschule 87724 Ottobeuren
Mittelschule Bismarkschule
Lindenschule Mittelschule, 87700 Memmingen
Mittelschule 87700 MM-Amendingen

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Brief von Josef Miller:

Besuch der ehemaligen Synagoge in Fellheim durch Schulklassen aus dem Umkreis


...

herzlichen Dank für das Telefongespräch, das ich mit Ihnen über die Einbindung eines Synagogenbesuchs in den Unterricht von Mittelschulen führen durfte, um unserer Jugend eine der dunkelsten Zeiten der Geschichte Deutschlands zu erklären.

Dazu ist ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit notwendig. Der Rückbau von einem Wohnhaus wieder zur Synagoge wurde damals von einem Arbeitskreis im Rahmen der Dorferneuerung angestoßen. Bürgermeister Karl Schrägle hat mit dem Gemeinderat das Haus damals für die Gemeinde erworben. Von seinem Nachfolger Alfred Grötzinger wurde mit dem Beschluss des Gemeinderates der Umbau durchgeführt. Diese Aufgabe hat die Gemeinde auch für die gesamte Region übernommen.

Ich habe mich bei Landrat Hans-Joachim Weirather und Bürgermeister Alfred Grötzinger bereit erklärt, öffentliche Fördermittel einzuwerben. Nach meiner Ministerzeit war ich noch fünf Jahre Mitglied des Haushaltsausschusses sowie später Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesstiftung und hatte damit Erfahrung von der Finanzierung solcher Vorhaben. Dies und die Tatsache, dass die Gemeinde Fellheim die Lasten des Rückbaues auf sich nahm, rechtfertigten eine besonders hohe öffentliche Förderung. Dies ist mir gelungen.

Es war ein großer Verdienst von Frau Dr. Veronika Heilmannseder, das Gebäudes aufgrund seiner guten Akustik für klassische Musik zu nutzen. Sie ist auch Kuratorin des Geschichtsweges in Fellheim.

Inzwischen wird die Synagoge von Klassen des Vöhlin Gymnasiums Memmingen besucht, dessen Leiter Oberstudiendirektor Christian Herrmann der 1. Vorsitzender des Fördervereins war. Die Memminger Sebastian-Lotzer-Realschule hat inzwischen ebenfalls Kontakt aufgenommen. Eine Einbindung der Synagoge in den Mittelschulen gab es bisher kaum. Ein neuer Versuch sollte nach der Errichtung eines Bahnhaltes in Fellheim durch die Bundesbahn erfolgen. Das kann allerdings noch viele Jahre dauern.

Ich schätze Ihre Arbeit, liebe Schulleiterinnen und Schulleiter. Den Lehrerinnen und Lehrern verdanke ich nach meinen Eltern am meisten für mein Leben. Sie leisten einen wesentlichen Anteil zur Wahrung der Grundrechte im Grundgesetz. „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Wo könnte die Verteidigung der Menschenwürde eindringlicher vermittelt werden als in jüdischen Gedenkstätten, wie in der Synagoge in Fellheim Wir möchten eine menschenfreundliche Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie. Diese zu bewahren ist eine immerwährende Aufgabe. Nichts kommt von selbst. Wir alle müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen, um unsere demokratischen Werte zu erhalten.

Ich möchte aus meinen Erfahrungen der Vergangenheit den Anfang noch mitgestalten. Deshalb habe ich mit Ihnen telefoniert und Sie von dem Vorhaben unterrichtet. Mit Bürgermeister Reinhard Schaupp habe ich diese Vorgehensweise abgesprochen, die er voll unterstützt. Es freut mich, dass die Schulleiterinnen und Schulleiter der von mir angesprochenen Mittelschulen aus der näheren Umgebung dem Vorhaben sehr positiv gegenüberstehen.

Bürgermeister Reinhard Schaupp kann damit, nachdem die Synagoge im Besitz der Gemeinde ist, Kontakt mit dem Förderverein aufnehmen, der diese Führungen durchführt. Danach sollte mit den zehn aufgeführten Schulen im Umkreis das Pilotvorhaben begonnen werden, um Erfahrungen zu gewinnen. Es sollte dann der Kontakt mit dem Bürgermeister aufgenommen werden. Den Anfang hat schon die Leiterin der Lindenschule Frau Elke Schmid-Benecke gemacht. Eine Schulklasse der Lindenschule war bereits in der Synagoge Fellheim. Die Ergebnisse wurden in dem angehängten Zeitungsartikel veröffentlicht.

Bezüglich der Erreichung der Synagoge durch die Schulklasse kann ich Ihnen Folgendes berichten:
1. Der Inhaber der Firma Angele, Herr Petermann, gewährt einen Sondertarif

2. Zusage von Schulleiterin Monika Seybold für die Übernahme der halben Buskosten durch das „Netzwerk SCHULWIRTSCHAFT Memmingen/ westl. Unterallgäu“ Sie benötigt von den Schulen die Rechnungen und die Kontoverbindung. Das heißt, die Schulen gehen in Vorleistung gegenüber dem Busunternehmen, das Netzwerk überweist auf das Schulkonto.

3. Benutzung bestehender Linienbusverbindungen von Memmingen nach Fellheim

Die weitere Organisation und Durchführung sehe ich bei Ihnen mit der Unterstützung des Schulamtes in guten Händen und danke Ihnen im Voraus ganz herzlich für Ihr Engagement.


Mit freundlichen Grüßen, Ihr Josef Miller



Bildunterschrift
Die Ansprechpartner bei der Pressekonferenz:
(linke Gruppe, von links): Dr. Michael Bußer (Förderkreis Ehemalige Synagoge), Christine Schneider (Gemeindemitarbeiterin), Andreas Schraut (Vorsitzender des Förderkreises „Ehemalige Synagoge“, verantwortlich für die Führungen), Reinhold Schaupp (Bürgermeister Fellheim).
(rechte Gruppe, von links): Josef Miller (Staatsminister a. D.), Elke Schmidt-Benecke (Schulrätin im Landkreis Unterallgäu), Klaus Holetschek (Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag), Christian Hermann (ehemaliger Vorsitzender des Förderkreises). Foto: privat
 

08.11.2024
Josef Miller: „Verantwortung für Mensch und Natur, Lebensraum, Flora und Fauna“
50 Jahre AG ELF: Staatsminister a.D. spricht beim Jubiläum voller Wertschätzung und Würdigung
Erding. Die Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AG ELF) im CSU-Kreisverband Erding hat ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert – ein besonderes Jubiläum, das die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region und darüber hinaus unterstrich. Der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller, der als Ehrengast geladen war, eröffnete seine Rede mit einem Zitat aus Goethes „Schatzgräber“: „Tages Arbeit, abends Gäste! Saure Wochen, frohe Feste!“ Mit diesen Worten fasste Josef Miller treffend die Herausforderungen und Erfolge der bäuerlichen Gemeinschaft zusammen und ergänzte: „Ein 50-jähriges Jubiläum ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich deshalb sehr, dass Sie mich aus Schwaben hierher ins Herz von Oberbayern eingeladen haben.“ Josef Millers Rede

Die Gründung der AG ELF geht auf den 18. Dezember 1974 zurück, damals noch unter dem Namen „Agrarausschuss des CSU-Kreisverbands Erding“. Seither hat sich die AG ELF zu einer unverzichtbaren Plattform für die Landwirte der Region entwickelt. Sie steht für die Anliegen der Landwirtschaft ein, stärkt die Vernetzung und sensibilisiert Politik und Gesellschaft für die essenzielle Rolle der Landwirtschaft.

Josef Miller hob in seiner Ansprache die Verantwortung der Bäuerinnen und Bauern hervor: „Sie tragen Verantwortung für Mensch und Natur, für die Lebensmittel und den Lebensraum, für Boden, Wasser, Flora und Fauna. Unsere Böden waren noch nie so gesund wie heute. Bauern wollen ihre Höfe nicht durch Raubbau verderben, sondern an ihre Kinder vererben.“

Die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährungssicherung und nachhaltige Energieversorgung sei unverzichtbar. Gleichzeitig, so Miller, lasse die Anerkennung durch Gesellschaft und Politik oft zu wünschen übrig. Er betonte: „Viele Mitbürger haben längst keinen direkten Bezug mehr zur Landwirtschaft. Doch je weniger sie wissen, desto mehr fühlen sie sich berufen, Landwirten Vorgaben zu machen.“

Auch die großen Verdienste der AG ELF und ihrer Mitglieder fanden Anerkennung. Miller würdigte besonders BBV-Ehrenkreisobmann und ehemaligen Kreisrat Dir. Hans Schwimmer sowie den Vorsitzenden Michael Hamburger: „Beide sind Vorbilder und Leistungsträger, die die Werte und Traditionen der Landwirtschaft lebendig halten.“

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum zeigten eindrucksvoll, wie tief die Landwirtschaft in der Region verwurzelt ist. Mit harter Arbeit und festem Zusammenhalt bleibt die AG ELF ein Symbol für die Stärke und Zukunft der bäuerlichen Gemeinschaft.

Bildunterschriften:
Die Bilder in der Grafik zeigen Eindrücke aus der Veranstaltung (Reihen jeweils von links)

Bild 1:
AG ELF-Kreisvorsitzender Michael Hamburger, Staatsminister a. D. Josef Miller und Ehrenkreisbäuerin Elisabeth Mayr mit einem Präsent.

Bild 2:
AG ELF-Kreisvorsitzender Michael Hamburger, Bayerische Weizenkönigin Andrea Necker und stellvertretender Kreisvorsitzender Franz Bauschmid.

Bild 3:
AG ELF-Kreisvorsitzender Michael Hamburger, Bayerische Weizenkönigin Andrea Necker und Staatsminister a. D. Josef Miller mit den Gründungsmitgliedern Hans Markus Wellers, Josef Hacker und Johannes Schrüfer.

Bild 4:
Stellvertretender Vorsitzender AG ELF Hans Schwimmer, Bezirksrat und OB von Erding Max Grotz, MdB Dr. Andreas Lenz, Staatsminister a. D. Josef Miller, AG ELF-Vorstandsmitglied Thomas Huber, AG ELF-Vorsitzender Michael Hamburger und AG ELF-Vorsitzende Sabine Berger.

Bild 5:
Landrat Martin Bayerstorfer (Landkreis Erding).

Bild 6:
Musikalischer Beitrag zur Veranstaltung.

Fotos: AG ELF/Montage: privat


25.10.2024
Josef Miller: „Ihr seid das Golddorf in Schwaben“
Schwäbische Siegerehrung: Ollarzried gewinnt „Unser Dorf hat Zukunft“
Ollarzried-Ottobeuren. Die kleine Unterallgäuer Gemeinde Ollarzried (340 Einwohner) war Gastgeber der Siegerehrung des schwäbischen Bezirksentscheids des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Peter Baur, langjähriger Vorsitzende des Vereins „Ollarzried Aktiv“, begrüßte Gäste aus ganz Schwaben und von Donau-Ries im Norden bis Balderschwang im Süden zu diesem besonderen Ereignis im Ortsteil von Ottobeuren. Die Goldmedaille und 500 Euro Preisgeld gingen an den Sieger Ollarzried. Silber und 300 Euro erhielt Balderschwang, Gundremmingen, Lautrach, Mönchsdeggingen und Untermagerbein ergatterten sich jeweils eine Bronzemedaille und 200 Euro. Die Ollarzrieder freuten sich über die Glückwünsche für den nächsten Schritt: den Landesentscheid Bayern, bei dem sie Schwaben vertreten werden. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigte auf, wie stark der Zusammenhalt in kleinen Gemeinden sein kann und wie kreative Visionen dazu beitragen, ländliche Räume lebendig und zukunftsfähig zu machen.

Staatsminister a. D. Josef Miller unterstrich dies in seiner Ansprache und gratulierte den Siegergemeinden herzlich: „Ich darf den Siegern des Wettbewerbes 'Unser Dorf hat Zukunft' ebenfalls zu ihrem großen Erfolg herzlich gratulieren. Ihr Ollarzrieder seid etwas ganz Besonderes. Das kleinste Dorf erhält die höchste Auszeichnung: die Goldmedaille. Ihr seid das Golddorf in Schwaben. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung“, sagte der langjährige bayerische Landwirtschaftsminister (1998 – 2008). Josef Millers Rede

Theresia Fugger von Glött betonte, wie wichtig das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für eine nachhaltige Entwicklung der Dörfer ist: „In Ollarzried haben wir eine beeindruckende bürgerschaftliche Zusammenarbeit gesehen, die von unermüdlichem Engagement und vielen tollen Ideen geprägt ist.“ Die Leiterin der Bezirkskommission am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ALF) Augsburg, hatte die fünf schwäbischen Gemeinden für ihre herausragenden Leistungen mit Urkunden und Preisgeldern gekürt.

Bildunterschriften (immer von links nach rechts)
:

Reihe 1
Begrüßung
Peter Baur, der Spiritus Rektor der Dorfentwicklung in Ollarzried bei der Begrüßung der Ehrengäste, Bürgermeister, Initiatoren und Mitwirkende der Sieger des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ im Regierungsbezirk Schwaben

Bürgermeister der Siegergemeinden
v. links Staatsminister a. D. Josef Miller, Bürgermeister Robert Baur von Gundremmingen (Bronzemedaille), Bürgermeister Konrad Kienle aus Balderschwang (Silbermedaille) 2. Bürgermeister Alexander Heinze und 1. Bürgermeister Reinhard Dorn aus Lautrach (Bronzemedaille), Bürgermeisterin Karin Bergdolt aus Mönchsdeggingen, Bürgermeister German Fries aus Ottobeuren sowie Peter Baur aus Ollarzried (Goldmedaille).

Gemeinde Ollarzried Goldmedaille
Von links: Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Ulrich Pfanner, Peter Baur, Bürgermeister German Fries, Staatsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagvizepräsident Alfons Weber, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben

Reihe 2
Gemeinde Balderschwang Silbermedaille
von links: Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Ulrich Pfanner, Jacqueline Hillmann, Mitglied der Generation Zukunft von Balderschwang, Bernd Brunner, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Bürgermeister Konrad Kienle aus Balderschwang, Staatsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagvizepräsident Alfons Weber, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben

Gemeinde Gundremmingen Bronzemedaille
Von links: Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Ulrich Pfanner, Bürgermeister Robert Baur von Gundremmingen, v. links Staatsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagvizepräsident Alfons Weber, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben

Gemeinde Lautrach Bronzemedaille
Links Gräfin Fugger, Regierung von Schwaben, Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Ulrich Pfanner, Bürgermeister Reinhard Dorn von Lautrach, Landwirtschaftsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagsvizepräsident Alfons Weber, 2. Bürgermeister Alexander Heinze von Lautrach, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben


Reihe 3
Gemeinde Mönchsdeggingen Bronzemedaille
von links Vorsitzender Ulrich Pfanner, Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege, Birgit Kellner, 3. Bürgermeisterin und Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege in Untermagerbein, Bürgermeisterin Karin Bergdolt aus Mönchsdeggingen, Staatsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagvizepräsident Alfons Weber, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben, Tina Sailer, Kreisfachberaterin vom Landkreis Günzburg

Gruppenbild
Erste Reihe von links: Vorsitzender des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Ulrich Pfanner, Peter Bauer, Staatsminister a. D. Josef Miller, Bezirkstagsvizepräsident Alfons Weber, Eva Büchler Kassiererin Ollarzried Aktiv, Abteilungsleiterin Sabrina Hartl von der Regierung von Schwaben, stellvertretender Landrat Bürgermeister Christian Seeberger aus Erkheim.

Fotos: Peter Keppeler


12.10.2024
„Festival der Nationen“: 30 Jahre Musik auf Weltklasseniveau
Stars der klassischen Musik und junge Talente treffen sich musikalisch

Von Josef Miller und Werner Roch

Bad Wörishofen. Mit großer Freude feierten wir in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum des „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen. Dieses herausragende Musikereignis verbindet Weltstars der klassischen Musik mit jungen Talenten und schafft so eine einzigartige Plattform, die generationenübergreifend musikalische Begeisterung weckt. Seit seiner Gründung ist es das Ziel des Festivals, junge Musiker mit etablierten Stars der klassischen Musik zusammenzubringen.

Auch in diesem Jahr traten renommierte Künstler wie Julia Fischer, Diana Damrau, Rolando Villazón und die Augsburger Philharmoniker auf. Junge Talente erhielten in Workshops und Auftritten die Möglichkeit, von den Besten der Branche zu lernen. Diese Verbindung sorgt dafür, dass junge Musiker weiterhin wissen, wer Beethoven oder Strauss waren, und die Klassik lebendig bleibt.

Besonders beeindruckend ist das Engagement für Kinder und Jugendliche. Allein 2024 nahmen rund 4.000 junge Menschen an den Bildungsprojekten und Workshops des Festivals teil. Insgesamt durfte das Festival seit seiner Gründung bereits das 30.000ste Kind begrüßen – ein Meilenstein, der die Bedeutung kultureller Bildung unterstreicht.

Das Kurtheater in Bad Wörishofen war erneut Schauplatz erstklassiger Konzerte. Star-Geigerin Julia Fischer, die bereits als 13-Jährige erstmals beim Festival auftrat, kehrte zurück und begeisterte das Publikum ebenso wie Diana Damrau, die das Festival zu einem Heimspiel machte. Neben den Augsburger Philharmonikern und der Philharmonie Baden-Baden waren auch das Ensemble Quadro Nuevo und die Sopranistin Kate Lindsey Highlights des Programms.

Auch der Pianist Lukas Sternath gab in diesem Jahr sein Debüt und verzauberte mit seinem virtuosen Spiel die Zuhörer. Sein Aufstieg in die Weltspitze der Klassik wurde von der Presse gefeiert – ein weiteres Beispiel für die Strahlkraft dieses Festivals.

Die Organisatoren, Intendant Werner Roch und Josef Miller, Vorsitzender des Vereins „Festival der Nationen – Stars & Junge Weltelite“, betonen: „Die Vielfalt der Musik weitet die Seele, weckt Sehnsüchte und verbindet Menschen über Grenzen hinweg.“ Das „Festival der Nationen“ ist weit mehr als ein kulturelles Ereignis – es ist ein Brückenbauer und ein Highlight des Jahres.

Besondere Ehrengäste wie Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, sowie Vertreter aus Wirtschaft und Kultur unterstrichen den Stellenwert des Festivals. Die Festivalfamilie, getragen von Herzblut und Leidenschaft, ermöglicht jedes Jahr aufs Neue ein Programm, das die Besucher emotional berührt und nachhaltig inspiriert.

Ausblick auf 2025
Auch 2025 verspricht großartige musikalische Erlebnisse:
* Eröffnungskonzert mit Beatrice Rana, einer der führenden Pianistinnen ihrer Generation.
* Auftritt von Igor Levit mit Beethoven-Klavierkonzerten.
* Rückkehr der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker.
* Jonas Kaufmann mit einem Liederabend.
* Debüt der österreichischen Cellistin Julia Hagen, ausgezeichnet mit dem „Credit Suisse Young Artist Award“.
Das Festival bleibt ein Ort der Begegnung und Inspiration, der zeigt, dass Musik keine Grenzen kennt und ihre Kraft ungebrochen ist – ganz im Sinne der Organisatoren Josef Miller und Werner Roch.

Bildunterschrift:

„Besondere Ehrengäste“ beim Festival der Nationen in Bad Wörishofen (von links): Intendant Winfried Roch, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag Klaus Holetschek, Dirigent Christoph Adt, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall Dr. Stefan Wolf, Künstler Kevin Tarte, Präsident des vbw Wolfram Hatz, Geschäftsführerin Kunststofftechnik Schneider Drita Schneider, Fördervereinsvorsitzender Staatsminister a. D. Josef Miller, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Bertram Brossardt.


18.09.2024
„Josef Miller: Die Bio-Schaukäserei Wiggensbach hat Vorbildliches geleistet!“
Jubiläumsabend: Staatsminister a.D. feiert mit Allgäuer Unternehmen 20-jähriges Bestehen
Wiggensbach. Zur Bio-Schaukäserei Wiggensbach pflegt Josef Miller eine ganz besondere Beziehung: Bereits bei der Firmengründung war Miller – in der Zeit von 1998 bis 2008 Bayerischer Landwirtschaftsminister – anno 2004 bei der Einweihung hautnah mit dabei. 20 Jahre später zählte der Fürsprecher der ersten Stunde zu den Ehrengästen eines Jubiläumsabends.

Geschäftsführer Franz Berchtold zollte Josef Miller in seiner Rede hohe Anerkennung: „Ich kenne und schätze Franz Berchtold schon lange. Er engagiert sich in vielen Bereichen der Gesellschaft und setzt sich darüber hinaus als Landwirt und Geschäftsführer der Bio-Schaukäserei Wiggensbach dort ein, wo es wichtig und notwendig ist – frei nach dem Motto: Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt an und handelt. Franz Berchtold und sein Team der Bio-Schaukäserei Wiggensbach können stolz darauf sein, was in zwei Jahrzehnten geschaffen wurde“ sagte Josef Miller und ergänzte: „Ihr habt in den vergangenen Jahren Vorbildliches geleistet.“

Mit einem Blick zurück auf eine damalige finanzielle Zuwendung der bayerischen Landespolitik an die Bio-Schaukäserei Wiggensbach zur Vermarktung von ökologisch oder regional erzeugten landwirtschaftlichen Produkten sagte Miller: „Heute kann man mit Fug und Recht behaupten, dass diese Entscheidung richtig war. Das Geld ist gut angelegt, denn es kommt gleichermaßen den landwirtschaftlichen Betrieben, dem Ort Wiggensbach sowie allen Gästen zu Gute.“

Josef Millers Rede


Bildunterschrift:
Der Memminger Staatsminister a.D., Josef Miller, war einer der Festredner und Ehrengast bei der Feier der Bio-Schaukäserei Wiggensbach zum 20-jährigen Bestehen. Unser Bild entstand beim Jubiläumsabend und zeigt (von links): Thomas Eigstler (Bürgermeister von Wiggensbach), Josef Miller (Bayerischer Landwirtschaftsminister a.D.), Regina Wallner (Moderatorin des Festabends), Robert Röhrle (Betriebsleiter der Bio-Schaukäserei Wiggensbach) und Franz Berchtold (Geschäftsführer der Bio-Schaukäserei Wiggensbach). Foto: Bio-Schaukäserei Wiggensbach / Denkinger PR

20.08.2024
Steigendes Fahrgastaufkommen am Memminger Bahnhof
Klaus Holetschek und Josef Miller bei Ortstermin: „Nah- und Fernverkehr nicht gegeneinander ausspielen“
Memmingen. Die Fernverkehrszüge zwischen München und Zürich durch das Allgäu erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Deutsche Bahn hat deswegen gemeinsam mit den beteiligten Bahnen aus Österreich (ÖBB) und der Schweiz (SBB) das Angebot seit dem Fahrplan 2024 um ein siebtes tägliches Zugpaar erweitert. Der vollständige Zweistundentakt soll im Fahrplan 2025 mit einem achten Zugpaar erreicht werden. Das steigende Fahrgastaufkommen etwa am Memminger Bahnhof zeigt sich aber nicht nur beim Fernverkehr, sondern auch beim Nahverkehr. So wird der schnelle Regionalexpress RE 96 mit Abfahrt um 08:00 Uhr in Memmingen und Ankunft um 09:04 Uhr am Münchner Hauptbahnhof stark nachgefragt. Der Memminger Landtagsabgeordnete und CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, traf sich mit Staatsminister a. D., Josef Miller, sowie Christoph Büchele (Fahrgastverband Pro Bahn und Beauftragter für Memmingen und das Unterallgäu) am Memminger Bahnhof zum Ortstermin.

Klaus Holetschek betonte dabei: „Gerade für Einpendler in die Landeshauptstadt ist der RE 96 eine sehr interessante Verbindung, die mit Einführung des Deutschlandtickets im zurückliegenden Jahr nochmals attraktiver geworden ist“. Im Schnitt nutzen diesen Zug mehrere Hundert Einsteigerinnen und Einsteiger an den Bahnhöfen Memmingen, Mindelheim, Türkheim und Buchloe. „Es war deshalb richtig, dass Klaus Holetschek und Verkehrsminister Christian Bernreiter gegenüber dem für Schienenfernverkehr zuständigen Bund für die Beibehaltung des RE 96 gekämpft haben“, so Christoph Büchele vom Fahrgastverband Pro Bahn und Beauftragter für Memmingen und das Unterallgäu.  

Sowohl-als-auch-Lösung

Ursprünglich gab es Überlegungen den 8-Uhr-Regionalexpress von Memmingen nach München durch eine Fernverkehrsverbindung zu ersetzen. Diese Pläne sind nun offenbar vom Tisch. Vielmehr soll es zu einer Sowohl-als-auch-Lösung kommen. Der bestellte achte Eurocity-Express erhält ab dem Fahrplanwechsel seine vorgesehene Trasse. Gleichzeitig ist geplant, dass der Regionalexpress RE 96 weiterhin im Zeitkorridor um 8 Uhr verkehren wird. Einen detaillierten Zeitplan mit den neuen Verbindungen veröffentlichen die Eisenbahnverkehrsunternehmen meist drei Monate vor Fahrplanwechsel, also etwa im September.

Klaus Holetschek: „Ich setze mich für den besten Angebotsausbau für die Region ein. Das bedeutet: Wir brauchen eine noch bessere Taktung beim Fernverkehr und weiterhin attraktive Nahverkehrsangebote wie mit dem für Pendler besonders wichtigen Regionalexpress RE 96. Wir dürfen Nah- und Fernverkehr nicht gegeneinander ausspielen!“

Fahrgastverband fordert konsequenten Ausbau der Infrastruktur

Christoph Büchele: „Es ist Fernverkehr und guter Regionalverkehr auf der Strecke notwendig - ohne, dass Verbindungen gestrichen werden müssen. Anstatt Zugverbindungen gegeneinander auszuspielen, brauchen wir ganz grundsätzlich eine Ausweitung des Angebots auf allen Ebenen und dafür explizit einen konsequenten Ausbau der Infrastruktur. Dies ist auch notwendig für die Resilienz, denn die Fahrgäste auf der Strecke leiden derzeit häufig unter überfüllten und verspäteten Zügen“.

Staatsminister a. D. Josef Miller ist Autor des Buches „München-Lindau unter Strom“. Der frühere Landtagsabgeordnete hatte sich jahrzehntelang für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau eingesetzt und betont: „Ein wichtiges Ziel der Elektrifizierung der Bahnlinie Zürich-München ist es, Reisende von der Straße und dem Flugzeug zum Umstieg auf die Bahn zu veranlassen. Mit Blick auf das steigende Fahrgastaufkommen lässt sich festhalten: Das gelingt immer besser!“

Erfreulich sei auch, so Miller, dass inzwischen in den Zügen von ARVERIO (früher GoAhead) vor der Bahnhofseinfahrt in Memmingen eine Durchsage über die halbstündlichen Fahrtmöglichkeiten mit dem Bus zum Flughafen gemacht werden. Die Deutsche Bahn wird in ihren Zügen ab Dezember 2024 ebenfalls eine Anschlussdurchsage aufnehmen, in dem explizit auf den Bus zum Flughafen hingewiesen wird. „Diese Aussagen tragen zur besseren Information der Fahrgäste und zur Werbung für die Benutzung des Zuges zur Fahrt zum Flughafen bei. Zudem kann bereits beim Kauf des Zugtickets mit dem Ziel „Memmingen Allgäu Airport“ das Busticket zum Flughafen mit bezahlt werden. Mit dem Bus-Angebot entfallen Parkkosten und die Inanspruchnahme von Parkplätzen am Flughafen.

Bildunterschrift:
Ortstermin am Memminger Bahnhof (von links): Klaus Holetschek (Staatsminister a. D. und Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag), Josef Miller (Staatsminister a. D.) und Christoph Büchele (Fahrgastverband Pro Bahn und Beauftragter für Memmingen und das Unterallgäu). Foto: privat

03.08.2024
Josef Miller: „Die Bemühungen für Frieden zahlen sich aus“
Staatsminister a.D. feiert mit Amendinger Soldatenkameradschaft 150-jähriges Bestehen
MM-Amendingen. Staatsminister a.D. Josef Miller war einer der Festredner bei der Soldatenkameradschaft Amendingen, die ihr 150-jähriges Jubiläum feierte. „Jubiläen feiert man, um aus den Leistungen der Vergangenheit Kraft zu schöpfen für die gegenwärtigen Aufgaben und Mut für künftige Herausforderungen“, sagte Josef Miller und fügte mit Blick auf die Vereinsgründung 1874 hinzu: „Es ist unfassbar, wie viele politische Auseinandersetzungen und Konflikte in diesen 150 Jahren stattgefunden haben.“

Der langjährige bayerische Staatsminister appellierte an „die Lebenden, sich für den Frieden einzusetzen“. Zugleich mahnte er, die Erinnerung wach zu halten und lobte die Soldatenkameradschaft Amendingen für ihren „Einsatz für den Frieden“, die Bereitschaft, jährlich den Volkstrauertag zu gestalten und die lokale Erinnerungskultur: Die Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege, die aus Amendingen stammen, sind am Kriegerdenkmal zu lesen.

Josef Miller bestärkte die Anwesenden darin, mutig für den Frieden zu kämpfen. „Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie sehr sich Bemühungen lohnen: „Aus der deutsch-französischen Feindschaft wurden deutsch-französische Freundschaften, die auch in unserer Heimat gepflegt werden. Maßgeblichen Anteil haben auch die vielen Städtepartnerschaften wie in Amendingen mit Paulhague und in Memmingen mit Auch.  

Josef Millers Rede
 
Bildunterschrift:


Staatsminister a.D. Josef Miller feierte mit der Soldatenkameradschaft Amendingen 150-jähriges Jubiläum. Unser Bild zeigt die ehemaliger Schirmherren, den früheren Memminger Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger (links), Josef Miller  und den Vereinsvorsitzenden Rainer Mang.  

10.06.2024
„Das Denkmal nachhaltig zu nutzen, ist der beste Denkmalschutz“
Spatenstich: Josef Miller äußert sich zu der Sanierung des Hohen Schlosses in Bad Grönenbach – „Schloss ist Identität und Heimat“

Bad Grönenbach. Ein symbolischer Spatenstich markierte den Beginn der Sanierung des Hohen Schlosses in Bad Grönenbach. Geplant ist unter anderem der Ausbau des Schlosses zu einem 4-Sterne-Hotel. Zahlreiche Gäste waren mit dabei und äußerten sich positiv über das anstehende Projekt. Dazu zählte auch der Memminger Staatsminister a.D., Josef Miller: „Das Schloss prägt die Landschaft und symbolisiert die Lebensgeschichte von sehr vielen Generationen durch ihre immer wieder veränderte Nutzung. Das Schloss bedeutet für die Bad Grönenbacher, die Menschen in der Umgebung und das gesamte Allgäu Identität und ein Stück Heimat. Die Investition trägt dazu bei, das Hotelangebot im Allgäu zu erweitern, indem es zu Ausflügen von Füssen bis zum Bodensee innerhalb einer kurzen Fahrzeit einlädt“, sagte Miller und ergänzte: „Der beste Denkmalschutz besteht darin, das Denkmal nachhaltig zu nutzen und diese Aussicht ist mit einem Hotel in hohem Maße gegeben.“ Besonders ausgezeichnet finde er es, dass das Schloss weiterhin in vielerlei Hinsicht den Bad Grönenbachern zur Nutzung offenstehe, so Miller.

Josef Millers Rede

Über das Hohe Schloss in Bad Grönenbach (von Josef Miller):

„Wer Bad Grönenbach kennt, dem ist das Hohe Schloss nicht verborgen geblieben. Es ist ein ortsbildprägendes Wahrzeichen und blickt auf eine abwechslungsreiche und bedeutsame Geschichte zurück. Im südlichen Landkreis Unterallgäu ist es ein herausragendes Baudenkmal.

Die Geschichte des Hohen Schlosses
Das Hohe Schloss wurde im 12. Jahrhundert durch Ritter Heinrich von Rothenstein anstelle einer vorgeschichtlichen Fliehburg errichtet. Es bildet durch seine Gründer und weiteren Besitzer die Geschichte des heutigen Regierungsbezirkes Schwaben und des Allgäus ab. Es sind dies die Grafen von Pappenheim, vor allem die Fugger und die Fürstbischöfe aus Kempten. Am Ende war es der große Fürsprecher der Behinderten, Dominikus Ringeisen aus Ursberg, der in dem Schloss eine Außenstelle errichtete.

Ab 1482 besaßen die Grafen von Pappenheim die Schlossburg. Im Jahre 1613 erwarben die Fugger das Gebäude und bauten es ab 1628 aus. 1695 erwarb der Fürstabt von Bothmann aus Kempten das Schloss als Sommersitz der Fürstbischöfe. Bei der Säkularisation 1803 fiel das Schloss an den Bayerischen Staat und beherbergte fortan das Landgericht und die Gendarmerie. Nach drei Jahren Leerstand von 1873 bis 1881 wurde das Gebäude an den hessischen Hoffotografen Wilhelm Kronenberg verkauft. Im Jahre 1901 kaufte Superior Dominikus Ringeisen aus Ursberg das Schloss und baute es anschließend für seine Zwecke als Kleinkinderschule, Arbeitsschule, Krankenstation und Heim für geistig und körperlich beeinträchtigte Patienten um.

1996 gab das Ringeisenwerk diese Nutzung auf und veräußerte das gesamte Ensemble an den Markt Bad Grönenbach. Dann stand es über ein Vierteljahrhundert leer. Trotz intensiver Bemühungen, insbesondere von Bürgermeister Bernhard Kerler, kam es zu keiner sinnvollen Verwendung. Es fand sich auch kein Investor, der bereit war, das Schloss zu kaufen. Auch ich wurde gebeten nach einem Nutzer Ausschau zu halten, war aber ebenfalls nicht erfolgreich. Das leerstehende Schloss wurde von der Bevölkerung als ein ungelöstes Problem empfunden und immer mehr als eine sichtbare Belastung gesehen. Sie wünschten sich eine passende Verwendung für das Schloss.

Künftige Nutzung

Nach 25 Jahren konnte Bürgermeister Bernhard Kerler endlich vermelden, dass er einen Käufer für das Schloss mit einer sinnvollen Nutzung gefunden hat. Es handelt sich um die Schloss-Bad-Grönenbach GmbH, hinter der jeweils zur Hälfte Wolfgang Scheidtweiler aus Pforzheim und die Gebrüder Bernd Jäger, Martin Jäger und Karlheinz Jäger aus Rot an der Rot stehen. Herr Scheidtweiler hat eine Reihe von historischen Baudenkmälern restauriert und einer neuen Bestimmung zugeführt, meist im Hotelbereich. Er genießt einem hervorragenden Ruf, ist ein gefragter, renommierter und kompetenter Investor für derartige Projekte. Das gleiche gilt auch für die JAKO-Baudenkmalpflege GmbH, die den drei Jäger-Brüdern gehört und die gemeinsam mit Herrn Scheidtweiler den Ausbau des Schlosses zu einem 4-Sterne-Hotel vornehmen wollen. Davon profitiert die Marktgemeinde Bad Grönenbach. Im gesamten südwestlichen Bereich des Landkreises Unterallgäu gibt es außer in Ottobeuren kein Hotel in dieser Qualitätsstufe. Das dortige Parkhotel Maximilian ist gut ausgelastet und hat den Fremdenverkehr erheblich bereichert.

Der günstige Standort Bad Grönenbach am „Tor zum Allgäu“ an der A7, nicht weit von der A96 und nicht weit vom Allgäu-Airport ist ein idealer Ausgangspunkt für Ziele am Bodensee und bis Neuschwanstein bei Füssen. Die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Erholungswälder laden zum Gesundheitswandern ein. Der Kurbad-Standort Grönenbach ergänzt und erweitert mit diesem Hotelangebot die Rehakliniken in idealer Weise.

Es entstehen neue Arbeitsplätze für die ortsansässige Bevölkerung mit kurzen Wegen zur Arbeitsstelle. Die Gemeinde kann Räume und Infrastruktur des Hotels für gemeindeeigene Veranstaltungen in Anspruch nehmen und gewährleistet damit auch eine öffentliche Nutzung. Das ist etwas ganz Besonderes. So können in dem wunderbaren Stucksaal Trauungen erfolgen sowie Empfänge der Marktgemeinde oder Vereine stattfinden.

Das Besondere an diesem Schloss ist auch die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, von früherer Nutzung mit heutigem modernem Komfort. Dies kommt durch den Erhalt von alten Einrichtungen und der Ausstellung entsprechender Exponate im Hotel zur Geltung. Damit werden Bezüge von früher zu heute in einen Zusammenhang gestellt, was zu einem besonderen Wohn- und Aufenthaltsgefühl führt.

Der beste Denkmalschutz ist eine nachhaltige Nutzung des Gebäudes. Die Umgestaltung verursacht Baukosten, die im Wettbewerb der Hotels nicht erwirtschaftet werden können. Deshalb sind staatliche Zuschüsse erforderlich. Die neuen Besitzer waren die einzigen, die nach mehr als 25 Jahren Leerstand ein Angebot unterbreiteten und das Hohe Schloss erworben haben. Dies war für mich der Grund, weshalb ich dem Wunsch der beiden Unternehmen entsprochen habe, sie besonders in Förderfragen unentgeltlich zu unterstützen.“
 
Bildunterschrift:
Ein symbolischer Spatenstich markierte den Beginn der Sanierung des Hohen Schlosses in Bad Grönenbach. Unser Bild zeigt (von links): Wolfgang Oligmüller (Volksbank Allgäu-Oberschwaben), den Kreisverbandsvorsitzenden für den Kreislehrgarten, Alwin Lichtensteiger, den Unterallgäuer Landrat Alex Eder, Bernd Jäger von dem Unternehmen JAKO-Baudenkmalpflege GmbH, Bernhard Pohl (Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag), Josef Miller (Staatsminister a.D.), Manfred Seifert (Geschäftsführer der Privaten Schloss-Hotel Collection), Andrea und Wolfgang Scheidtweiler sowie den Bürgermeister von Bad Grönenbach, Bernhard Kerler. Foto: privat   

03.06.2024
„Manfred Weber, ein politisches Schwergewicht der Union in Europa“
Josef Miller, Staatsminister a.D., porträtiert den EVP-Spitzenkandidaten

Bei der vergangenen Europawahl war Manfred Weber der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für das Amt des EU-Kommissionsvorsitzenden. Wie bekannt, wurde Frau Dr. Ursula von der Leyen gewählt und Weber ausgebootet.

Wer glaubte, dass Weber seinen Elan verlieren und sich in die Schmollecke zurückzieht, hat sich getäuscht. Er ist Vorsitzender der EVP-Fraktion geblieben, der stärksten Fraktion im Europäischen Parlament und wurde zusätzlich auch noch zum Präsidenten der „European Peoples Party“ gewählt. Er ist heute einer der einflussreichsten Politiker in Europa und koordiniert als Konservativer auf Augenhöhe mit den Parteivorsitzenden, die meist Staats- und Regierungschefs sind, die europäische Politik insgesamt. Er hat zum Teil den Platz eingenommen, den einst die damalige Bundeskanzlerin Merkel innerhalb der EVP als mächtigste Politikerin in Europa innehatte.

Von den insgesamt 27 Staats- bzw. Regierungschefs war die Zahl der EVP-Politiker auf sechs zurückgegangen. Innerhalb der EVP nahm die Angst zu, dass durch die grüngefärbte Politik der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Stimmen bei der bevorstehenden Europawahl in hohem Maße an die Rechtspopulisten verloren gehen würden. Es hagelte viel Kritik und es gab Befürchtungen, dass „der Green Deal“ mit seinen gewaltigen Klimazielen, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Landwirtschaft, und damit die siere Versorgung mit Nahrungsmitteln aus der EU massiv gefährden würde.

Als Weber 2023 in Rom mit Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni, die sich als „konservative Partnerin“ entwickelt hatte, Kontakt aufnahm, wurde ihm dies als Fehler angerechnet, insbesondere nachdem er sich auch noch an der Seite von Meloni fotografieren ließ. Er verteidigte seine Haltung mit dem Argument „man müsse eine Regierung, die rechtmäßig und unter Einhaltung aller demokratischen Standards gewählt wurde“, einbinden.

Er nannte drei Prinzipien, die ein Gesprächspartner in der europäischen Politik erfüllen müsse, nämlich: „pro Europa, pro Ukraine, pro Rechtsstaat“. Heute spricht niemand mehr über den „Fehler“ von Manfred Weber. Zur EVP-Familie zählen inzwischen 13 Staats- und Regierungschefs und die Chancen, dass die Europäische Volkspartei als Siegerin bei der anstehenden Europawahl hervorgeht, sind wieder größer geworden.

Er hat neben den Schwerpunkten Umweltpolitik, mit Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie Einwanderungspolitik bis hin zur Sorge, dass Europa die Bauern verliert, auf zusätzliche wichtige Themen gesetzt, denen sich inzwischen auch von der Leyen angeschlossen hat. Während sie früher nur vom „Green Deal“ gesprochen hat, sagt sie heute, dass die EVP immer auf der Seite der Landwirte stehen werde und schließt eine lose Zusammenarbeit mit den Fratelli d’Italia von Meloni nicht mehr aus.

Manfred Weber hat in Brüssel die Zügel in die Hand genommen und die Bande der Europäischen Volksparteien gestärkt. Der Bayer aus Niederbayern, ist ein Politiker mit höchstem Einfluss in der europäischen Politik. Er ist ein Gewinn für die EU und für die Konservativen. Er hat Einfluss und Stärke, um die europäische Idee konstruktiv weiter zu entwickeln.

Bildunterschrift:
Zwei, die sich gut verstehen: Manfred Weber im vertraulichen Gespräch mit Josef Miller, Staatsminister a. D., zwischen den beiden die stellvertretende Generalsekretärin der CSU Tanja Schorer-Dremel, MdL und der ehemalige Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Kurt Gribl. Foto: Fastl

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